Studie: Akuter Ärztemangel in sechs Bundesländern

22.05.2013

Dortmund, 22. Mai 2013 – In Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, dem Saarland und Schleswig-Holstein herrscht ein akuter Ärztemangel. Dies geht aus dem aktuellen „Stellenreport Medizin und Pflege“ des Gesundheitsportals kliniken.de (www.kliniken.de) hervor. Der bundesweiten Studie liegt die Auswertung von rund 26.000 Stellenanzeigen aus dem Medizin- und Pflegesektor zugrunde. „Nach unserer Einschätzung handelt es sich um die bislang umfassendste Untersuchung über die Stellenmarktsituation in medizinischen und pflegenden Berufen“, sagt Studienherausgeber David Fickeisen, Chefanalyst bei kliniken.de.

Laut Report führt Bremen die Mangelliste mit 206 offener Arztstellen auf eine Million Einwohner an. Das ist 47 Prozent höher als der Bundesdurchschnitt, der bei 140 händeringend gesuchten Ärzten pro eine Million Einwohner liegt. An zweiter Stelle in der unrühmlichen Liste steht die Bundeshauptstadt mit 24 Prozent mehr offenen Stellen als der Bundesdurchschnitt. Konkret: In Berlin fehlen 172 Ärzte pro eine Million Einwohner. Den dritten Platz beim Ärztemangel belegt laut Studie das Saarland mit einem Loch von 166 Ärzten auf eine Million Einwohner (19 Prozent über Durchschnitt). Auf dem vierten Rang liegt Schleswig-Holstein (160 fehlende Ärzte auf eine Million Einwohner, 15 Prozent über Durchschnitt) und auf dem fünften Bayern (159 offene Stellen pro eine Million Einwohner, 14 Prozent über dem Bundesdurchschnitt). Den besten Platz unter den sechs akuten Mangelländern weist kliniken.de Baden-Württemberg zu: Im Ländle fehlen „nur“ 155 Ärzte pro eine Million Einwohner, das ist 11 Prozent höher als im Durchschnitt aller Bundesländer.

Die bundesweit beste ärztliche Versorgungslage hat laut „Stellenreport Medizin und Pflege“ Sachsen vorzuweisen. Dort sind „lediglich“ 88 offene Stellen für Ärzte auf eine Million Einwohner ausgeschrieben. Das ist immerhin 37 Prozent weniger als im Bundesdurchschnitt. Eine ebenfalls vergleichsweise gute Situation testiert kliniken.de Thüringen (89 Ärzte pro eine Million Einwohner gesucht, 36 Prozent besser als der Durchschnitt) und Hamburg (auf eine Million Einwohner kommen 91 fehlende Ärzte, 34 Prozent besser als bundesweit).

Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt sind laut Report mehr oder minder repräsentativ für den durchschnittlichen Ärztemangel in Deutschland: Eine Million Einwohner muss mit rund 140 fehlenden Ärzten in Kliniken leben. „Wir müssen leider bundesweit einen Ärztemangel feststellen, der sich unmittelbar auf die medizinische Versorgung in Deutschland auswirkt. In Bremen, Berlin, dem Saarland, Schleswig-Holstein, Bayern und Baden-Württemberg ist die Situation mittlerweile prekär, aber in keinem einzigen Bundesland kann man mehr von einer ausreichenden ärztlichen Versorgung sprechen“, erklärt kliniken.de-Chefanalyst David Fickeisen. 


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Anhänge:
Vergleichsgrafik_Bundesländer_2012


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