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6 Irrtümer über Asthma

20.11.2017

Asthma äußert sich häufig durch eine Störung der Atmungsfähigkeit, wobei Betroffene anfallartige Atemnot beklagen. Diese werden durch eine Verengung der Bronchien oder Atemwege verursacht. 4-5 %der Gesamtbevölkerung sind von dieser Störung betroffen. Vielerlei Faktoren sind dafür verantwortlich: Allergien, Infektionen durch Viren, Verschmutzung der Luft und vermehrter Stress tragen dazu bei, an Asthma bronchiale zu erkranken.

  1. Asthma ist eine reine Kindererkrankung

    Ungefähr 5 - 7% der Kinder im schulpflichtigen Alter und rund 4% der Erwachsenen in Deutschland leiden unter Asthma. In der Tat können Sie Asthma auch erst im Erwachsenenalter bekommen, auch wenn Sie nie Symptome während der Kindheit hatten.  Frauen entwickeln häufiger Asthma als Männer, möglicherweise aufgrund hormoneller Veränderungen, wobei Jungen im Kindesalter tendenziell häufiger unter Asthma-Symptomen leiden. Einige Frauen erleben während der Schwangerschaft zum ersten Mal Asthmasymptome, während andere während oder nach der Menopause ihren ersten Asthmaanfall haben. Asthma kann sich jedoch in jedem Alter entwickeln.

  2. Asthma ist heilbar

    Viele Menschen, die Asthma als Kind erlebt haben, haben im Erwachsenenalter keine Symptome. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie die Krankheit "überwunden" haben. Viele Patienten lernen, sich an ihr Asthma anzupassen und erkennen ihren verschlechternden Zustand nicht, was zu einem Asthma-Notfall führen kann. Wenn Sie als Kind bereits Asthma diagnostiziert bekommen haben, sollten Sie auf alle Symptome achten, die auf ein Aufflammen im Erwachsenenalter hindeuten könnten, ganz gleich, wie lange Ihre letzten Symptome aufgetreten sind.

  3. Trockenes Klima lindert Beschwerden

    Schon früher wurde Menschen mit Asthma geraten, in trockene Gebiete umzusiedeln, meist in den Süden von Europa. Allerdings sollten Sie sich die Kosten und den Stress eines Wegzugs ersparen, da das Wetter Ihre Symptome nicht behandelt. Wo auch immer Sie sich bewegen, Ihr Asthma bewegt sich mit Ihnen. Während Sie Bedingungen zurücklassen, die förderlich für Asthmaanfälle sind,  kann Ihre neue Umgebung neue hervorbringen. Einige Auslöser, wie z.B. Hausstaubmilben, sind allgegenwärtig.  Besser ist es,  sich an Ihre Medikamentenroutine zu halten und Asthmaauslöser wie Zigarettenrauch oder Tierschuppen zu vermeiden.

  4. Sie können keinen Sport treiben

    Ein verderblicher Mythos besagt, dass Menschen mit Asthma nicht  trainieren sollten. Das ist einfach falsch. Viele Patienten gehen davon aus, dass die Diagnose Asthma sie für den Rest ihres Lebens irgendwie physisch einschränken wir. Sie sollten wissen, dass Asthmatiker routinemäßig an Olympischen Spielen teilnehmen und Profisportarten wie Basketball oder Fußball spielen. Forschungen zeigten dass die Lungenfunktion der meisten Menschen mit Asthma tatsächlich verbessert wird. Überprüfen Sie immer mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, wie Sie Ihre Asthmasymptome während des Trainings kontrollieren können.

  5. Hausmittel eignen sich zur Behandlung

    Viele alte Frauen erzählen, wie man Asthma zu Hause behandelt. Aber Kräuter zu nehmen, lokalen Honig zu essen oder Kaffee zu trinken, um Symptome zu kontrollieren, funktioniert nicht nur, sondern könnte Ihr Leben gefährden. Es gibt keine geeigneten 'Hausmittel' für Menschen mit Asthma. Die Mehrheit der Menschen, die jedes Jahr an Asthma sterben, nehmen entweder keine verschriebenen Asthmamedikamente ein oder halten sich nicht an ihren Medikamentenplan. Berücksichtigen Sie also keine Asthmainformationen von wohlmeinenden Freunden. Verlassen Sie sich auf den Rat Ihres Arztes. Die meisten Todesfälle durch Asthma sind auf eine unzureichende Behandlung zurückzuführen. Auch alternative Heilverfahren sollte man gründlich prüfen. Die meisten Behandlungen sind wissenschaftlich nicht belegt.

  6. Husten in der Nacht kann harmlos sein

    Die Symptome eines Asthma-Notfalls sind oft dramatisch und leicht zu erkennen: Schwere Atembeschwerden und mangelnde Erleichterung bei der Verwendung eines Notfall-Inhalators erfordern eine sofortige medizinische Intervention in einer Notaufnahme. Aber andere Warnzeichen könnten subtiler sein. Husten ist eines der ersten Anzeichen eines bevorstehenden Asthma-Anfalls, besonders nachts. Jeder, der an Asthma leidet und regelmäßig, auch nachts, hustet, sollte einen Termin mit seinem Arzt vereinbaren.

 

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Quellen

Smith, Tony: Asthma. Ernennen. Vorbeugen. Heilen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, München 2000

www.welt.de/gesundheit/article154311406/Wie-sich-Asthma-in-den-Griff-bekommen-laesst.html  (aufgerufen am 30.10.2017)
www.lungeninformationsdienst.de/diagnose/lungenfunktion/spirometrie/index.html (aufgerufen am 30.10.2017)