Bewertungssystematik bei Altenheimen 

Bewertungssystematik bei Pflegeheimen

Bei der Prüfung des MDK der stationären Einrichtungen wird mit Skalenwerten gearbeitet, die dann einer Schulnote entsprechen. Es wird zwischen einrichtungsbezogenen und bewohnerbezogenen Kriterien unterschieden. Einrichtungsbezogene Kriterien fragen nach organisatorischen Dingen und nach Abläufen in der Pflegeeinrichtung. Diese Fragen werden mit „ja“ oder „nein“ beantwortet.

Bewohnerbezogene Kriterien stellen Fragen zu Pflege- und Betreuungsleistungen. Zur Beantwortung dieser Fragen wird je Pflegeeinrichtung eine Stichprobe von neun Bewohnern (aus jeder Pflegestufe drei Bewohner)gezogen.
Bei den in die Stichprobe einbezogenen Bewohnern wird geprüft, ob das Kriterium „erfüllt“ oder „nicht erfüllt“ ist. Das Ergebnis wird durch den Anteilswert „vollständig erfüllt bei X von Y Bewohnern“ dargestellt.

Bei der Bewohnerbefragung (Kriterien des Qualitätsbereichs 5) sind vier verschiedene Antworten möglich: „immer“, „häufig“, „gelegentlich“ und „nie“. Das Ergebnis der Bewohnerbefragung wird bei jedem Kriterium deshalb durch den Anteilswert „immer/ häufig/ gelegentlich/ nie erfüllt bei X von Y Bewohnern“ dargestellt.

Bei der Bewertung bzw. Benotung der einzelnen Kriterien, wobei 4 von 5 Teilbereiche eine Gesamtnote ergeben, ermittelt der MDK immer einen Skalenwert der einer Schulnote entspricht.

Dabei werden folgende Skalenwerte zu Grunde gelegt:

Bezeichnung der Note Note Skalenwert
sehr gut 1 – 1,4 8,7 – 10
gut 1,5 – 2,4 7,3 – < 8,7
befriedigend 2,5 – 3,4 5,9 – < 7,3
ausreichend 3,5 – 4,4 4,5 – < 5,9
mangelhaft 4,5 – 5,0

0 – < 4,5

Zur Bewertung der Prüfergebnisse eines Qualitätsbereichs des MDK-Transparenzberichtes wird eine Schulnote zwischen „1“ („sehr gut“) und “5“ („mangelhaft“) vergeben. Durch ein zweistufiges Verfahren wird die Note ermittelt.

1. Stufe:
Bei einem einrichtungsbezogenen Kriterium werden für ein „ja“ 10 Punkte vergeben, für ein „nein“ 0 Punkte. Bei einem bewohnerbezogenen Kriterium werden bei jedem in die Stichprobe einbezogenen Bewohner für ein „erfüllt“ 10 Punkte, für ein „nicht erfüllt“ 0 Punkte vergeben.
Aus den Ergebnissen der Stichprobe wird für jedes Kriterium ein Gesamtmittelwert (Punktwert) gebildet. Dies erfolgt wieder in zwei Schritten:

  1. Aus den vergebenen Punkten für ein Kriterium wird jeweils der Mittelwert für Pflegestufe 1 (PS 1), für Pflegestufe 2 (PS 2) und Pflegestufe 3 (PS 3) gebildet.
  2. Aus den gebildeten Mittelwerten der Pflegestufen wird der Gesamtmittelwert (Punktwert) des Kriteriums bestimmt.

2. Stufe:
Alle Punktwerte der Kriterien eines Qualitätsbereichs werden addiert. Die Summe wird durch die Anzahl der geprüften Kriterien des Qualitätsbereichs geteilt. Das Ergebnis ist der Mittelwert (Punktwert) eines Qualitätsbereichs. Dieser Wert wird einer Note zugeordnet. Die Zuordnung erfolgt anhand einer Umrechnungstabelle (siehe Pflege-Transparenzvereinbarung stationär -PTVS, Anhang zu Anlage 2).
Bei den bewohnerbezogenen Kriterien der Bewohnerbefragung (Qualitätsbereich 5) werden für die Bewertung „immer“ 10 Punkte vergeben, für „häufig“ 7,5 Punkte, für „gelegentlich“ 5 Punkte und für „nie“ 0 Punkte. Die Berechnung des Punktwertes eines Kriteriums und des Qualitätsbereichs 5 erfolgt wie oben dargestellt.
Sofern ein Kriterium bei keinem der in die Stichprobe einbezogenen Bewohner zutrifft und daher nicht bewertet werden kann, geht dieses nicht in die Berechnung der Note eines Qualitätsbereichs mit ein.