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Unterwasserpyramiden von Yonaguni

versunkene Ruinen
versunkene Ruinen

Die als die Unterwasserpyramiden von Yonaguni bekannten Gesteinsformationen liegen im äußersten Süd-Westen Japans, nahe der Insel Yonaguni, wenig mehr als 100 km von Taiwan entfernt. Ihr Ursprung ist unter Archäologen und Geologen umstritten.

Die Formationen weisen erstaunlich exakte Proportionen und Kanten auf, und wurden laut einer Theorie von Menschen bearbeitet und errichtet. Das Areal umfasst eine Größe von rund 5 km² und liegt heute unterhalb der Wasseroberfläche. Nach Ansicht einiger Archäologen könnte es sich dabei um Überreste einer Kultur handeln, die während der letzten Eiszeit im Süd-Osten Japans lebte. Traditionelle Archäologen kritisieren diese Ansicht jedoch, da dies bedeuten würde, dass diese Kultur vor rund 8000 bis 10.000 Jahre dort gelebt haben müsste, was im Widerspruch zur allgemein anerkannten Zivilisationstheorie steht.

Die Welt wurde auf diese Insel erst in den achtziger Jahren aufmerksam, als der japanische Taucher Kihachiro Aratake auf der Suche nach neuen Tauchgründen für Touristen seltsame Gesteinsformationen entdeckte. Nach einer genaueren Betrachtung glaubte er, dass das steinerne Gebilde von Menschenhand bearbeitet gewesen sein musste. Die genauen Kanten, die präzisen Winkel, alles deutete darauf hin.

Aratake zeigte seine Entdeckung zunächst den Wissenschaftlern. Professor Masaaki Kimura, ein Meeresgeologe von der Ryūkyū-Universität, war bei näherer Untersuchung schnell überzeugt, dass die Anlage von Menschen bearbeitet wurde. Er stützte seine These u.a. auf einen vor Ort gefundenen L-Stein. Viele Archäologen sind dagegen der Meinung, das seltsame Monument sei aus einer Laune der Natur entstanden.

Inzwischen hat Aratake auch andere ähnliche Formationen in der Nähe entdeckt, eine von ihnen bei der Insel Aguni.

Wer sich über die Anlage von Yonaguni informieren will, wird meist auf den verschiedensten Internetseiten fündig. Neben den überzeugenden Fotoaufnahmen erfährt man wiederholt über die Geschichte ihrer Entdeckung und die Spekulationen über ihr Alter. Die Maße sind auch “genau” angegeben. Einmal ist sie genau 100 m lang, 25 m hoch und 33 breit. Auf einer anderen Seite ist sie wiederum 50 m lang, 20 m breit und ohne Höhenangabe.

John Chandler ist einer derer, die sich selber einen Eindruck machen wollten. Er tauchte zu dem Monument von Yonaguni, machte mehrere Fotoaufnahmen und publizierte diese im SportDiver 3/2001. Er teilt Professor Kimuras Meinung und in einem E-Mail-Wechsel hat er mir zwei triftige Argumente hierfür genannt:

Am Fuße der Anlage sind keine Bruchsteine vorhanden. Bei natürlichen Formationen sind die abgebrochenen Steine am Boden wiederzufinden. Der Fuß des Monuments befindet sich in 30 m Tiefe. Genau so viel ist der Meeresspiegel in den letzten 12.000 Jahren gestiegen. Damals muss die Anlage am Ufer des Meeres gestanden haben. Um diese Zeit fanden vermutlich mehrere auffallende Phänomene statt. In manchen Gegenden, so auch in dem französischen Zentralmassiv, herrschte eine starke vulkanische Aktivität. Es gab extreme Temperaturschwankungen zwischen Sommer und Winter. In der Sahara regnete es oft in dieser Zeit. Und vor allem das Klima der Erde erwärmte sich. Als Folge, stieg zwischen 14.500 und 9.300 das Meeresniveau durchschnittlich um 1,5 m pro Jahrhundert. Demnach muss der Mensch seine Spuren auf den Monumenten von Yonaguni etwa vor 12.000 Jahren hinterlassen haben.

Die Anlage wurde unter dem Namen Unterwasserpyramide von Yonaguni bekannt, obwohl die Bezeichnung nicht gerechtfertigt ist, da die Anlage eigentlich nichts mit einer Pyramide zu tun hat. Der ursprüngliche Fels hat eine länglichen Form ähnlich der Form der Felsenfestung von Sigiriya. Und die Bearbeitung - falls es sich um eine Bearbeitung von Menschenhand handelt - ist dem Felsen von Sigiriya sehr ähnlich.

Weblinks


Wikipedia

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