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Heroische Medizin

   
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Die Heroische Medizin ist ein Begriff für aggressive und oft auch gefährliche medizinische Behandlungsmethoden, welche später durch wissenschaftliche Fortschritte obsolet wurden.

Während der Zeit der sogenannten "Heroischen Medizin" - welche von 1780 bis 1850 dauerte - benutzten Ärzte verschiedene drastische Eingriffe wie Aderlass, "Reinigung" des Magen-Darm-Traktes mittels Quecksilberchlorid und Erbrechen, welches durch Weinstein hervorgerufen wird; und viele andere Mittel wie auch das Ausbrennen von infizierten Wunden mittels glühenden Eisen. Alle diese Behandlungsmethoden waren gut gemeint und auch akzeptiert bei den Medizinern, aber sehr oft schädlich für den Patienten.

Der Tod des amerikanischen Präsidenten George Washington am 1799 kann teilweise auf einen durch Aderlass hervorgerufenen Schock zurückgeführt werden.

Heute wird der Begriff manchmal von Alternativmedizinern verwendet, um damit die "aggressive" konventionelle Behandlung von Patienten zu kennzeichnen. Manche von ihnen behaupten, die etablierten Behandlungsmethoden würden die Patienten noch kränker und schwächer machen, bis hin zum Tod.

Es ist nicht umstritten, dass die konventionelle Medizin manchmal drastische Nebenwirkungen hat, zum Beispiel bei schweren chirurgischen Eingriffen. Heutige Patienten profitieren aber gesamthaft von der Behandlung. Andererseits betonen Anhänger der Alternativmedizin, dass etwa die Homöopathie gar keine Nebenwirkungen hervorruft; nun ist aber die Wirksamkeit solcher Behandlungsmethoden nicht bewiesen.

Manchmal werden die Chemotherapie, Strahlentherapie und die Nuklearmedizin die "heroische Medizin des heutigen Zeitalters" genannt, obwohl nur dank diesen zwei relativ neuen Sparten der Medizin bösartiger Krebs nicht immer das Todesurteil bedeutet.


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