Anzeige

Prosektur

Eine Prosektur (von lat.: pro, vor und secare, schneiden) ist der Teil eines Krankenhauses oder eines anatomischen, pathologischen oder rechtsmedizinischen Institutes, in dem Sektionen durchgeführt werden. Die Bezeichnung wird selten gebraucht. Meist spricht man heute von der Pathologie oder vom Sektionssaal oder Sektionsraum.

Prosektor war seit dem Mittelalter die Berufsbezeichnung für den "Vorschneider" einer anatomischen Anstalt, dem die Vorbereitung der von Leichen gewonnenen Präparaten für Unterrichtszwecke oder Sammlungen oblag. In größeren Krankenhäusern gab es Ärzte, die wegen ihrer Aufgabe, zur Feststellung der Todesursache Leichen zu sezieren, auch als Prosektor bezeichnet wurden. Heute wird Prosektor fast ausschließlich als Berufsbezeichnung für die Person benutzt, die an Anatomischen Instituten für alle im Zusammenhang mit der anatomischen Körperspende auftretenden Fragen verantwortlich ist. Seine früheren Aufgaben erfüllt heute der Präparator. Ein Prosektor muss heute nicht mehr zwangsläufig ein Arzt sein, sondern kann auch einer anderen naturwissenschaftlichen Disziplin (i.d.R. Biologie) angehören. Gleichwohl sind die meisten Prosektoren Fachärzte für Anatomie.


Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Prosektur aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Prosektur verfügbar.

Wichtiger Hinweis!

Die Beiträge bei www.kliniken.de im Bereich Medizin-Lexikon dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können und sollen in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen. Dies gilt insbesondere für die Beschreibungen von Erste-Hilfe-Maßnahmen, diese ersetzen auf keinen Fall den Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses und das praktische Üben der Maßnahmen.

Das Medizinlexikon unter www.kliniken.de wird offen und ohne direkte redaktionelle Begleitung und Kontrolle bereitgestellt. Auch wenn fast alle Teilnehmer ständig daran arbeiten, die Beiträge zu verbessern, ist es möglich, dass tendenziöse, falsche, unvollständige oder verkürzte Angaben gemacht werden. So könnten auch die Gesundheit gefährdende Empfehlungen in die Texte geraten. Darüber hinaus hat medizinisches Personal Zugang zu weiterführenden Informationen, die der breiten Öffentlichkeit u.a. aus rechtlichen Gründen nicht zur Verfügung stehen oder entsprechende Vorkenntnisse voraussetzen.

Nehmen Sie niemals Medikamente (auch keine Heilkräuter) ohne Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein!

Sie sollten daher die hier bereitgestellten Informationen niemals als alleinige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwenden. Bei Beschwerden sollten Sie auf jeden Fall ärztlichen Rat einholen.